Risiken durch Pensionsrückstellungen in der Bilanz
Die Pensionszusage zählt zu den bewährtesten Formen der betrieblichen Altersversorgung und ist
tatsächlich ein erstklassiges Instrument, um sowohl steuerliche Vorteile für das Unternehmen zu
nutzen als auch angemessene Versorgungsleistungen zu gewähren.
Allerdings bergen Pensionszusagen auch gewisse Risiken. Hauptursache sind unter anderem
gesetzliche Änderungen, neue Rechnungsgrundlagen und ein abgesenkter Rechnungszins. Dazu kommt die
steigende Lebenserwartung der Menschen, die zu erheblich längeren Rentenlaufzeiten und somit zu
erhöhtem Kapitalbedarf führen.
Fakt ist: Viele Unternehmen haben nicht im erforderlichen Umfang Vorsorge für die
Ausfinanzierung der erteilten Zusagen getroffen.
- Die aufgrund von steuerlichen Vorschriften gebildeten
Pensionsrückstellungen entsprechen nicht dem tatsächlichen Wert der
Pensionsverpflichtungen
- Somit verbergen sich in der Rückstellung wirtschaftliche Risiken: Die höhere Lebenserwartung
der Pensionäre und der hohe steuerlich festgelegte Zins von 6% können die Pensionszusage zu einer
finanziellen Zeitbombe für den Arbeitgeber machen
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Pensionsrückstellungen haben negative Auswirkungen auf externe Ratings, wodurch sich
wiederum die Konditionen für Kredite verschlechtern können (BaselII)
Wer jetzt nicht handelt, vergrößert die Deckungslücke
Die Lücke zwischen dem Wert der Direktzusage und der Rückdeckung wächst von Jahr zu Jahr. Um im
Leistungsfall erhebliche Liquiditätsengpässe zu vermeiden, sollten ungedeckte Pensionszusagen
frühzeitig ausfinanziert werden. Dies ist vor allem für Gesellschafter-Geschäftsführer wichtig,
deren persönliche Altersversorgung eng mit dem Schicksal des Unternehmens verbunden ist.
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