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Betriebsrente 2018: Die neuen Regeln auf einen Blick

Ganz gleich, ob für Arbeitnehmer oder Arbeitgeber - das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) bringt frischen Wind in die betriebliche Altersversorgung.
Mit dem neuen Gesetz wird die betriebliche Altersversorgung (bAV) noch attraktiver. Sogar für diejenigen, die schon einen laufenden bAV-Vertrag haben. Deshalb lohnt es sich für jeden, einen genaueren Blick auf die Änderungen zu werfen!
Mehr Anreiz: Steuerfreier Förderrahmen verdoppelt!
  • Ab 1. Januar  2018 können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der allgemeinen gesetzlichen Rentenversicherung (West) steuerfrei in die betriebliche Altersversorgung einzahlen.

    Die ersten 4 % bleiben wie bisher auch vollständig sozialabgabenfrei.

    Mit Inkrafttreten des Betriebsrentenstärkungsgesetzes entfällt der bisherige Steuerfreibetrag von 1.800 Euro. Beiträge nach dem alten Recht § 40b EStG werden zukünftig von dem neuen Förderrahmen abgezogen.

Verpflichtender Arbeitgeberzuschuss: Erst ab 1.1.2019!
  • Für alle „Entgeltumwandlungsvereinbarungen“, also Betriebsrenten-Verträge, die ab dem 1. Januar 2019 abgeschlossen werden, gilt: Arbeitgeber sind verpflichtet, einen Beitrag zu leisten.

    Hintergrund: Weil die Beiträge zur bAV teilweise von Sozialabgaben befreit sind, reduziert sich nicht nur der Arbeitnehmeranteil zur Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung, sondern spiegelbildlich auch der Arbeitgeberanteil. Diesen Vorteil sollen die Unternehmen nun pauschal an ihre Mitarbeiter weitergeben – in Form eines Arbeitgeberzuschusses von 15 % des umgewandelten Entgelts.

    > mehr zum Arbeitgeberzuschuss erfahren

Förderbetrag für Einkommen bis 2.200 Euro im Monat bietet sicheres Rentenplus
  • Der Staat belohnt soziales Engagement gegen Altersarmut:

    Leistet ein Arbeitgeber für seine Mitarbeiter mit höchstens 2.200 Euro Bruttolohn im Monat einen arbeitgeberfinanzierten Beitrag zur bAV, erstattet der Fiskus 30 % des Beitrags über die Verrechnung der Lohnsteuer. Der Förderbeitrag des Arbeitgebers muss mindestens 240 Euro im Jahr betragen und darf 480 Euro pro Jahr nicht übersteigen.

    Damit diese Regelung für diese Mitarbeiter zu einem echten „Plus“ wird, zählt die Arbeitgeberleistung nicht zur Eigenleistung dazu.
    Der Beschäftigte kann also auch zusätzlich noch Beiträge im Rahmen einer Entgeltumwandlung steuer- und sozialversicherungsfrei einzahlen.

    Auch bei dauerhaft kleinem Verdienst: Wer vorsorgt, hat jetzt im Alter garantiert mehr!

    Für die Bezieher kleiner Einkommen, war die betriebliche Altersversorgung bisher oft wenig attraktiv. Denn die Betriebsrente wurde vollständig auf die Grundsicherung im Alter angerechnet. Damit waren alle diejenigen benachteiligt, die trotz geringer Rentenerwartung fleißig vorgesorgt haben.

    Ab 1.1.2018 bleiben monatliche Renten bis zu rund 200 Euro in der Grundsicherung unberücksichtigt (Freibetrag). Betroffene Rentner haben dann mehr Geld zur Verfügung.

Zweifach gestärkt: bAV mit Riester-Förderung
  • Ab 2018 gilt für alle Arbeitnehmer, die bei der Betriebsrente „riestern“, dass sie keine Sozialversicherungsbeiträge mehr auf die bAV-Leistungen zahlen müssen. In diesem Punkt wird die betriebliche Riester-Rente der privaten Riester-Rente gleichgestellt. Diese Regelung sichert nicht nur bei Neuabschlüssen eine höhere Nettorente, sondern sie gilt ab 1. Januar automatisch auch für bereits laufende Verträge.

    Die jährliche Grundzulage wird von 154 auf 175 Euro erhöht - die Kinderzulage bleibt unverändert.

    Die Erhöhung kommt Arbeitnehmern nur dann in voller Höhe zugute, wenn mindestens 4 % des Vorjahresbruttoeinkommens in den Vertrag eingezahlt werden.

Mit einer Abfindung die Betriebsrente aufbessern
  • Bisher konnten Arbeitnehmer beim Ausscheiden aus einem Unternehmen zusätzliche Beiträge – z. B. aus einer Abfindung – zwar in die bAV einzahlen. Allerdings wurden diese nur nach einem komplizierten Schlüssel steuerlich befreit: Dieser hing von der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Höhe der bereits eingezahlten Beiträge ab.
    Ab 1.1.2018 gilt: Arbeitnehmer können bei Ausscheiden aus dem Betrieb für jedes Jahr ihrer Betriebszugehörigkeit (max. 10 Jahre) bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der gesetzlichen Rentenversicherung (West) steuer- und sozialversicherungsfrei in die betriebliche Altersversorgung einzahlen. Bereits gezahlte und steuerfrei gestellte Monats- bzw. Jahresbeiträge für die betreffenden Jahre werden nicht angerechnet!
Neue Möglichkeiten für die Nachzahlung entgeltloser Zeiten!
  • 40 Jahre ohne Pause im gleichen Betrieb? Das ist heute die Ausnahme. Arbeitszeiten im Ausland, Arbeitslosigkeit, Erziehungs- und Pflegezeiten belasten die „Rentenkonten“ der heutigen Generationen. Bisher auch in der Betriebsrente, denn einmal ausgelassene Beiträge konnten nicht mehr nachgezahlt werden. Das ändert sich mit dem neuen Gesetz:
    Bei Wiederaufnahme der Beschäftigung können ab 2018 für Zeiten, in denen das Arbeitsverhältnis ruhte, nachträglich Beiträge einzahlt werden. Arbeitnehmer können dann für jedes Jahr (max. 10 Jahre) ohne Gehalt Beiträge bis zu 8 % der BBG der allgemeinen Rentenversicherung (West) nachzahlen. Diese Beiträge sind sozialabgabenpflichtig. 

Kontakt

0221 - 985 44 0
Wir sind Montag - Freitag von 8-18 Uhr für Sie telefonisch erreichbar.

service@s-pension.de

Sparkassen Pensionskasse AG
Deisenhofener Straße 63
81539 München

Neu: Das Sozialpartnermodell

Exklusiv für tarifgebundene Unternehmen und solche, die einen einschlägigen Tarifvertrag anwenden, eröffnet das Betriebsrentenstärkungsgesetz ein neues Modell der Betriebsrente. Wesentliches Merkmal des neuen Sozialpartnermodells ist die reine Beitragszusage.
Bei einer reinen Beitragszusage ist der Arbeitgeber nur noch verpflichtet, einen bestimmten Beitrag in die betriebliche Altersversorgung einzuzahlen ("pay and forget"). Für den Arbeitnehmer gibt es in diesem Modell keine Garantien auf die spätere Leistung. 
Um trotzdem mit hoher Sicherheit ein von den Tarifpartnern vereinbartes Versorgungsniveau zu erreichen, kann ein zusätzlicher Sicherungsbeitrag tarifvertraglich vereinbart werden.
Als Leistungen aus dem Sozialpartnermodell sind ausschließlich Rentenzahlungen möglich. Kapitalzahlungen sind hier ausgeschlossen.

Wie nutze ich die neuen Möglichkeiten für mich und meine Mitarbeiter?

Alle Änderungen und Verbesserungen, die das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz beinhaltet, gelten für alle Arbeitnehmer. Egal, ob sie bereits eine bestehende betriebliche Altersversorgung nutzen oder nicht.

Durch die Verbesserung der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Einführung der verpflichtenden Arbeitgeberzuschüsse ergeben sich zusätzliche Vorteile, die sich auch auf bestehende Verträge auswirken können.

Es besteht kein rückwirkender Anspruch auf die neuen, zusätzlichen Fördermaßnahmen.

Sprechen Sie mit Ihrem Kundenberater in der Sparkasse. Er erläutert Ihnen und Ihren Mitarbeitern alle Änderungen, damit sie alle Vorteile nutzen können.

Wie nutze ich die neuen Möglichkeiten für mich und meine Mitarbeiter?

Alle Änderungen und Verbesserungen, die das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz beinhaltet, gelten für alle Arbeitnehmer. Egal, ob sie bereits eine bestehende betriebliche Altersversorgung nutzen oder nicht.

Durch die Verbesserung der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Einführung der verpflichtenden Arbeitgeberzuschüsse ergeben sich zusätzliche Vorteile, die sich auch auf bestehende Verträge auswirken können.

Es besteht kein rückwirkender Anspruch auf die neuen, zusätzlichen Fördermaßnahmen.

Sprechen Sie mit Ihrem Kundenberater in der Sparkasse. Er erläutert Ihnen und Ihren Mitarbeitern alle Änderungen, damit sie alle Vorteile nutzen können.

Wie kann ich den höheren, steuerfreien Förderrahmen nutzen?
  • Ab 01.01.2018 wird der steuerfreie Förderrahmen 8 % der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der Rentenversicherung (West) verdoppelt. Das sind 6.240 Euro im Jahr bzw. 520 Euro im Monat.

    Sie können den neuen Förderrahmen ganz oder teilweise nutzen und somit steuerfrei bis zu 520 Euro monatlich in die Pensionskasse einzahlen. Ganz einfach geht das mit unserem Formular zur Beitragsanpassung .

    Die Sozialversicherungsfreiheit der Beiträge ist auf 4 % der BBG begrenzt. Die Nutzung des gesamten Förderrahmens ist daher für privat krankenversicherte Arbeitnehmer und auch für freiwillig gesetzlich Versicherte besonders vorteilhaft.

    Die Sparkassen Pensionskasse ermöglicht es, den Erhöhungsbetrag direkt in den bereits bestehenden Vertrag einzuzahlen, so dass kein Neuabschluss erforderlich wird! Bestehende Verträge werden unverändert weitergeführt.

Wie wirkt sich der neue bAV-Förderbetrag für den Arbeitgeber aus?
  • Als Arbeitgeber können Sie ab 01.01.2018 Ihren Mitarbeitern, die maximal 2.200 Euro brutto monatlich verdienen, einen Zuschuss zur Betriebsrente geben (mindestens 240 Euro bis maximal 480 Euro) und werden dabei steuerlich gefördert.

    Für diese sogenannte „Geringverdiener-Förderung“ (§ 100 EStG) erstattet der Staat im Rahmen der Lohnsteuerverrechnung sofort 30 % des Beitrags, den der Arbeitgeber für die Betriebsrente seines Arbeitnehmers zahlt.

    Ein Beispiel  
    Arbeitgeberbeitrag (§ 100 EStG) 480 EUR
    Lohnsteuer-Sofort-Abzug 30% +/- 144 EUR
    Nettoaufwand Arbeitgeber 336 EUR
    +/- Entlastung durch Betriebsausgabenabzug
    (angenommener Unternehmenssteuersatz 30%)
    +/- 100 EUR
    Effektiver Nettoaufwand Arbeitgeber
    (nach Sofort-Abzug und Betriebsausgabenabzug)
    236 EUR

     

    Sollte ein Arbeitgeber bereits im Jahr 2016 einen zusätzlichen Zuschuss zur bAV gezahlt haben,  ist die Förderung auf den Betrag begrenzt, den der Arbeitgeber ab 2018 zusätzlich leistet.

    Wichtig: Der neue bAV-Förderbetrag darf nur in einen „ungezillmerten“ Vertrag eingezahlt werden. Dies ist bei der Sparkassen Pensionskasse in allen Produkten möglich. Mit dem Vorteil für Sie und Ihre Mitarbeiter: Alles in einem Vertrag!

Kann ich den neuen bAV-Förderbetrag meines Arbeitgebers mit einer Entgeltumwandlung kombinieren?
  • Ja, das ermöglicht auch Arbeitnehmern mit geringeren Einkünften den Aufbau einer zusätzlichen Rente vom Chef. Und das bereits mit kleinen, eigenen Beiträgen.

    Zum Beispiel kann ein Arbeitnehmer durch eine zusätzliche Entgeltumwandlung von 30 Euro im Monat und der Beteiligung seines Arbeitgebers (Weitergabe der Sozialversicherungsersparnis aus der Entgeltumwandlung von pauschal 15 % des Entgeltumwandlungsbetrags)  insgesamt 600 Euro pro Jahr in die Betriebsrente einzahlen. 

     

    Ein Beispiel  
    Arbeitgeberbeitrag: bAV-Förderung (20 EUR p.M.) 240 EUR
    Für Arbeitnehmer steuer- und sozialabgabefrei +/- 0 EUR
    Zusätzliche Entgeltumwandlung brutto 30 EUR p.M./ Nettoaufwand ca. 16,00 EUR 360 EUR
    Für Arbeitnehmer steuer- und sozialabgabenfrei +/- 0 EUR
    Gesamtbeitrag in einen Vertrag der
    Sparkassen Pensionskasse AG
    600 EUR
    Ein 30-jähriger Arbeitnehmer mit 2.200 Euro Monatsgehalt wendet bei diesem Modell netto nur 192 Euro pro Jahr auf und erhält dafür 600 Euro für die Betriebsrente.

     

Ich beteilige mich bereits heute mit einem Arbeitgeberzuschuss an der Versorgung meiner Mitarbeiter. Wie gehe ich mit der künftigen Verpflichtung um?
  • Sie sollten unbedingt prüfen, ob Ihre Beteiligung als Arbeitgeber eindeutig als Weitergabe der Sozialversicherungsersparnis zu erkennen ist. Nur dann dürfte der Zuschuss angerechnet werden. Andernfalls sollten Sie dies in Ihren bestehenden Vereinbarungen, zum Beispiel in der Entgeltumwandlungsvereinbarung, Betriebsvereinbarung etc. klarstellen und sich dazu auch rechtlich beraten lassen.

    Für alle Arbeitgeber wird der Zuschuss für Neuabschlüsse ab 01.01.2019 Pflicht und ab 2022 auch für bestehende Entgeltumwandlungsvereinbarungen.

Was muss ich beachten, wenn ein Arbeitnehmer einen privaten Riester-Vertrag hat und nun zusätzlich auch betrieblich „riestern“ möchte?
  • Grundsätzlich ist es kein Problem mehrere Riester-Verträge zu besparen. Der gesamte Beitrag einer riestergeförderten Altersvorsorge darf 2.100 Euro nicht überschreiten. Daher muss möglicherweise einer der Verträge in der Beitragshöhe angepasst werden. 

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