Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken bei unseren Versicherungsberatungstätigkeiten
Da wir ausschließlich Altersvorsorgeprodukte der Sparkassen Pensionskasse AG vermitteln, ist unsere Strategie zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken bei der Versicherungsberatungstätigkeit identisch mit der Strategie der Sparkassen Pensionskasse AG zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in deren Investitionsentscheidungen.
Unter Nachhaltigkeitsrisiken verstehen wir Ereignisse oder Bedingungen in den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation der Sparkassen Pensionskasse AG und damit auch auf uns als ihr Finanzberater haben könnte.
Die Sparkassen Pensionskasse AG analysiert und bewertet regelmäßig in ihrem Risikomanagementsystem, wie sich verschiedene Risiken auf ihre Investitionen und damit auf das Sicherungskapital auswirken können. Die oben genannten Nachhaltigkeitsrisiken stellen dabei keine eigene oder neue Risikokategorie dar. Sie sind vielmehr in den bereits bekannten Kategorien enthalten und stellen dort einen Risikotreiber dar. Die Sparkassen Pensionskasse AG orientiert sich bei der Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsrisiken am BaFin-Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken, wobei ein dem Risikoprofil der Sparkassen Pensionskasse AG angemessener Ansatz im Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken verfolgt wird.
Um geeignete Maßnahmen im Rahmen des Risikomanagements treffen zu können, werden die für uns wesentlichen Risiken identifiziert und im Rahmen der Risikoinventur geprüft, auf welche Risikokategorien sich Nachhaltigkeitsrisiken bzw. ESG-Risiken grundsätzlich auswirken. Im Rahmen der Risikoinventur werden hierzu die jeweiligen Risikoverantwortlichen einbezogen. Bisherige Inventuren kamen zu der Feststellung, dass das Nichteinhalten von klimabezogenen Vorgaben oder die Verletzung von abgegebenen Nachhaltigkeitsversprechen zu geringfügig operationellen Risiken und Reputationsrisiken führen kann.
Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken in unserer Kapitalanlage
Grundsätzlich ist die im Investitionsprozess der Sparkassen Pensionskasse AG hinterlegte Risikosteuerungssystematik auf Sicherheit und Ertrag ausgerichtet. Entsprechend dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht werden sämtliche Vermögenswerte so angelegt, dass Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des Portfolios als Ganzes sichergestellt sind. Die einzelnen Anlagen werden dabei in angemessener Weise gemischt und gestreut, damit eine übermäßige Risikokonzentration vermieden wird. Eine Analyse zu Nachhaltigkeitsrisiken in der Kapitalanlage findet seit 2021 jährlich durch einen Vergleich zwischen einem Standard- und einem ESG-Index auf Basis des MSCI World ESG Leaders Index statt. Bisher ergaben sich keine Abweichungen in der Wahrscheinlichkeitsverteilung zwischen Standard- und ESG-Index. Ebenso verhielt es sich bei einer durchgeführten historischen Analyse für die Kapitalanlagerisiken auf Basis des MSCI World ESG Leaders Indexes (mit Startpunkt Oktober 2007). Die Sparkassen Pensionskasse AG hat bislang keine notwendigen Anpassungen des Risikomodells festgestellt. Gleichfalls berücksichtigt die von der Sparkassen Pensionskasse AG verfolgte Risikoschätzung alle in den Märkten und in der Vergangenheit eingetretenen Verlustphasen, auch diejenigen, die auf Risiken aus dem ESG-Umfeld zurückzuführen sind (z.B. Reaktorunfall Fukushima).
Keine Berücksichtigung nachteiliger Auswirkungen der Investitionsentscheidungen bei unserer Versicherungsberatung
Da wir ausschließlich Altersvorsorgeprodukte der Sparkassen Pensionskasse AG vermitteln und die Sparkassen Pensionskasse AG aktuell keine nachteiligen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigt, können auch wir derzeit keine nachteiligen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigen.
Das hat folgende Gründe:
Das Geschäftsmodell der Sparkassen Pensionskasse AG baut darauf auf, die Verpflichtungen aus den Versorgungsverträgen dauerhaft zu erfüllen. Diesem Hauptziel müssen andere Ziele untergeordnet werden. Da derzeit weder eine ausreichende Datenbasis zur Berücksichtigung nachteiliger Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren vorliegt noch grundsätzlich absehbar ist, wie sich die Rendite von Investitionen bei Berücksichtigung der nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren verhalten würde, verfolgt die Sparkassen Pensionskasse aG bis auf Weiteres eine herkömmliche Anlagestrategie. Dabei stehen der Ertrag und die Sicherheit unserer Investitionsentscheidungen im Vordergrund.
Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken in die Vergütungspolitik
Wir stellen im Rahmen unserer Vergütungspolitik sicher, dass die Leistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht in einer Weise vergütet oder bewertet wird, die mit unserer Pflicht, im bestmöglichen Interesse der Kundinnen und Kunden zu handeln, kollidiert. Insbesondere werden durch die Vergütung keine Anreize gesetzt, eine Produktvariante des von der Sparkassen Pensionskasse AG hergestellten Versicherungsproduktes zu empfehlen, das den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden weniger entspricht.
Änderungen seit Inkrafttreten der Offenlegungspflichten am 10.03.2021
Seit dem 20.12.2023 beschreiben wir unsere Strategie zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken auf unsere Investitionsentscheidungen noch ausführlicher. Inhaltlich hat sich unsere Strategie nicht geändert.
Die Veröffentlichung vom 20.12.2022 finden Sie hier.
Seit dem 20.12.2022 stellen wir die offenlegungspflichtigen Inhalte für die Gesellschaften der SPM-Gruppe getrennt dar. Ferner erklären wir genauer, dass wir Nachhaltigkeitsrisiken bei unseren Investitionsrisiken zwar berücksichtigen, aber nicht explizit quantifizieren. Da wir keine nachteiligen Auswirkungen unserer Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigen, nennen wir die Gründe, warum wir das nicht tun.
Die Veröffentlichung vom 15.03.2021 finden Sie hier.